Beratungsgespräch

Wirtschaftsmediation

Streitende sollten wissen, dass nie einer ganz recht hat und der andere ganz unrecht.

Kurt Tucholsky

Konflikte souverän und zielführend bearbeiten

In der Wirtschaft können Meinungsverschiedenheiten und Interessensunterschiede eskalieren und in Folge horrend teuer kommen. Es kann mitunter Jahre dauern, wenn die Spirale Behörden-Gerichte-Anwälte-Gutachten-Gegengutachten in Bewegung gesetzt wird. Ganz besonders langwierig und kostspielig wird es, wenn die Beweislage nicht eindeutig ist. So prallen subjektive Sichtweisen aufeinander, die – mit der jeweiligen Brille betrachtet – objektiv nie ganz falsch oder ganz wahr sind. Konflikt bedeutet aber nicht nur das Aufeinanderprallen und die Leugnung unterschiedlicher Sichtweisen, Interessen, Bedürfnisse, Ziele und Werte. Konflikte bergen vielmehr – professionell begleitet – immer auch das Potenzial zur Klärung und damit den Aufbruch zu neuen Ufern.

Was ist Wirtschaftsmediation?

Wirtschaftsmediation ist ein strukturiertes, außergerichtliches Verfahren bei Konflikten, in dem neutrale Dritte – die Mediatoren/Mediatorinnen – zwischen den beiden Parteien vermitteln. Anlass sind innerbetriebliche oder zwischenbetriebliche Konfliktfälle im wirtschaftlichen Umfeld. Ziel und Chance einer Wirtschaftsmediation bedeuten Eskalationen und Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden, Konflikte einvernehmlich beizulegen und wichtige Arbeits- oder Kunden-Lieferanten-Beziehungen aufrecht zu erhalten. Eine “Win-Win-Lösung” für die streitenden Parteien herzustellen. In der Konfliktvermittlung werden mit einer konsequenten Vorgehensweise und gezielten Methoden das Vertrauen wieder aufgebaut und in Folge die geeigneten Schritte zur einvernehmlichen Konfliktlösung erarbeitet.

Ziele und Vorteile der Wirtschaftsmediation:

  • Entlastung der Streitparteien durch professionelle Konfliktvermittlung
  • Außergerichtliche Einigung herstellen
  • Vertraulichkeit schaffen statt öffentlichem Imageverlust
  • Erweiterung von (Lösungs-) Perspektiven
  • Kooperation statt Konfrontation
  • Aufrechterhaltung wichtiger Geschäfts- oder Arbeitsbeziehungen
  • Lösen und klären statt verurteilen
  • Blick auf rechtliche, soziale, persönliche und kulturelle Aspekte
  • Vermeidung hoher Prozesskosten und Verfahrensdauer
  • Einvernehmliche und nachhaltig-kostensparende Lösungen
  • Dialogische Zusammenarbeit und Lernen aus Unterschieden
  • Eine tragfähige gemeinsame Zukunft statt „kurzer Prozesse“

Konflikte gehören zum Leben und Wirtschaften. Sie können ihnen nicht entgehen, aber Sie können anders damit umgehen.

Beispiele für Konflikte in Arbeit, Wirtschaft, Institutionen

Konfliktfelder Konfliktbeteiligte
Fusionen Unternehmen, Betriebsräte, Anwälte
Mitbewerber/Mitbewerberinnen Betriebe, Lieferanten
Kämpfe zwischen Funktionen Produktion – Vertrieb
Innendienst – Aussendienst
Kunde – Lieferant
Probleme am Arbeitsplatz (Mobbing, Diskriminierung, Belästigung, Teamkonflikte) Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen
Betriebsansiedlungen (Standortkonflikte) Anrainer, Mitbewerber, Behörden
Betriebsübergaben Übergeber, Nachfolger
Umwelt/Verkehr Anrainer, Initiativen, Gemeinden, Politik
Strukturänderungen Manager/Managerinnen, Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen, Betriebsräte
Arbeitsrecht Geschäftsführung, Betriebsrat
Kooperationskonflikte Gesellschafter, Praxisgemeinschaften, Kanzleien, Verbände


Methoden und Ablauf einer Mediation

Es versteht sich von selbst, dass wir auf Ihre konkrete Konfliktsituation individuell eingehen. Sie wissen um den Inhalt – wir bieten Ihnen Regelungswege durch professionelle Strukturierung und Kompetenz in der Bearbeitung von Konflikten. Je nach Komplexität des Konflikts schlagen wir Ihnen z.B. einen zeitlichen Rahmen von mehreren Halbtagen vor. Bei geringer Eskalation der Probleme kann eine Lösung durch Mediation auch schon in einigen Doppelstunden herbeigeführt werden.

Wichtig ist: alle am Konflikt Beteiligten sollten (freiwillig) anwesend sein, jedoch immer die entscheidungsberechtigten Repräsentanten und Repräsentantinnen der Konfliktparteien. Freiwilligkeit ist nicht immer gleichermaßen gegeben. Diese erhöht sich jedoch fast immer im Laufe des Verfahrens durch die strukturierte Vorgehensweise und sicheren Rahmenbedingungen, die Vertrauen schaffen – dies ist Aufgabe der Mediatoren/Mediatorinnen!

Die einzelnen Schritte der Mediation

Sie als Initiator/Initiatorin oder Auftraggeber/Auftraggeberin der Mediation
nehmen mit uns Kontakt auf.
In einem Erstgespräch geht es um:

  • eine Klärung, ob Mediation der geeignete Weg der Konfliktbearbeitung ist
  • die Auftragsklärung und Auftragsvereinbarung
  • die Erhebung aller am Konflikt Beteiligten, die Erfassung des Umfeldes (Kontext)


Konfliktdiagnose:

Vorerhebung durch Einzel- oder Gruppeninterviews, telefonische oder persönliche Erhebung von Wünschen und Ideen.

Konfliktbearbeitung:

Standpunktklärung, Streitpunkte, Positionen, Hintergründe, verstehen und vertrauen

Konfliktlösung:

  • Entwicklung von Optionen
  • schriftliche Vereinbarungen
  • Auswertung und Evaluation


Sie als Konfliktpartei sollten

  • ein Mindestmaß an Gesprächs- und Einigungsbereitschaft haben
  • für sich selbst und Ihre Interessen einstehen
  • sich freiwillig am Mediationsprozess beteiligen (wenngleich immer eine sehr unterschiedliche Motivation der Beteiligten zu Beginn gegeben ist)
  • eigenverantwortlich sein
  • bereit sein, alle Beteiligten mit einzubeziehen
  • Vertraulichkeit wahren
  • die miteinander vereinbarten Regeln einhalten


Wir als Wirtschaftsmediatoren sind

  • allparteilich (=neutral)
  • durch die Streitparteien grundsätzlich akzeptiert
  • Experten und Expertinnen für Methoden der Konfliktlösung
  • Experten und Expertinnen für Moderation und Prozesse
  • erfahren im System- und Projektmanagement, in Personal- und Organisationsentwicklung
  • förderlich für eine dialogische Kommunikation
  • neutralisierend bei ungleichen Machtverhältnissen
  • unterstützend für alle Beteiligten
  • bei einem Scheitern der Mediation: keine zukünftigen Berater für eine der Streitparteien


Ihr Nutzen einer Mediation durch Komunariko:

  • Sie sparen Zeit, Geld und wertvolle Energien
  • Sie erarbeiten durch uns Win-Win-Lösungen
  • Sie erkennen neue Wege und erweitern Ihre Handlungsoptionen
  • Sie stellen Kooperationsfähigkeit her und erleben die Entwicklung von fairen, befriedigenden und einvernehmlichen Lösungen
  • Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl aller Beteiligten werden gestärkt
  • Ängste, Beziehungs- und Kooperationsblockaden werden abgebaut
  • Ihre Konfliktkultur enwickelt sich weiter
  • Endgültige Entscheidungen geschehen mit Würde und ohne Gesichtsverlust (z.B. Kündigung, Auflösung von Partnerschaften, …)


Die Kosten für Wirtschaftsmediation

Unsere Honorare orientieren sich an Beratungskosten in der Wirtschaft und sind im Einzelfall abhängig von der Komplexität des Konfliktes, der Anzahl der Mediatoren und der Anzahl der Konfliktbeteiligten. Nach der Auftragsklärung können wir Ihnen ein konkretes und verbindliches Angebot erstellen.

Referenzen (Beispiele)

Betriebserweiterung eines Produktionsunternehmens
Innnerbetriebliche Konflikte in Managementteams, Vorständen und mit Betriebsräten
Betriebsübergaben
Konflikte zwischen Teams und Abteilungen (Produktion, Verwaltung, Psychosoziale Institutionen)
Konflikte in Teams (Strukturelle Veränderungen, Ressourcenaufteilungen, Zuständigkeiten, Führung)
Anrainerkonflikte im Rahmen des Ausbaus einer Eisenbahn-Hochleistungsstrecke

KOMUNARIKO KG

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