Dynamic Facilitation – Moderations-Special


Moderations-Special mit Matthias zur Bonsen in Salzburg

Moderierte Meetings sind normalerweise sorgfältig strukturiert. Der Moderator/die Moderatorin bereitet sich und das Meeting vor und überlegt sich einzelne Schritte und moderiert entsprechend einer Struktur. Fast jedeR von uns hat das schon mal so erlebt. Interessanterweise ist es genau diese Struktur, die in Meetings echte Kreativität und unerwartete Durchbrüche verhindert. Denn der menschliche Geist funktioniert nicht so, wie die Ablauflogik solcher Meetings es gerne hätte. Stattdessen ist er spontan, hat Impulse, denen er folgen möchte, und ist frustriert, wenn es das nicht kann. Dynamic Facilitation ist eine Moderationsmethode, in dem die TeilnehmerInnen wirklich in jedem Moment ihrer Energie folgen können.

Was Sie von diesem Seminar haben:

  • Sie lernen Meetings zu moderieren, die wirklich funktionieren
  • Sie gewinnen Vertrauen in Ihre eigene Kreativität und in die Kreativität von anderen
  • Sie sind in der Lage, Gruppen zu helfen, große, schwierige Themen erfolgreich anzugehen
  • Sie können Gruppen helfen, wirkliche Fortschritte zu erzielen und unerwartete Durchbrüche zu erfahren
  • Sie lernen neue Denk- und neue Beziehungs-Fähigkeiten
  • Sie wachsen in Selbsterkenntnis und Weltverständnis

Was in diesem Seminar passiert:

  • Sie erleben eine Demonstration an einem realen Problem und sehen wie es funktioniert
  • Sie verstehen die Theorie … Wandel durch Selbst-Organisation, nicht-lineares Denken, menschliche und organisatorische Transformation
  • Sie üben Dynamic Facilitation an realen Themen mit realen Menschen
  • Sie erhalten persönliches Coaching auf eine Weise, die Sie und Ihre Erfahrung unterstützt
  • Sie erfahren Durchbrüche auf unterschiedlichen Ebenen
  • Sie arbeiten mit anderen in kleinen Gruppen, um die Konzepte zu testen und zu verstehen
  • Transformationen geschehen … Das Seminar ist oft eine transformierende Erfahrung für die Teilnehmer, sowohl beruflich wie persönlich

Wer davon profitieren kann:

ModeratorInnen … sie lernen, Gruppen zu helfen, ko-intelligent zu werden

Führungskräfte … sie lernen, ihren MitarbeiterInnen zu helfen, authentisch zu sein, wichtige Themen zu adressieren und das Beste zu sein, das sie sein können

TeilnehmerInnen von Meetings … sie lernen, ihrer Energie zu folgen und zu spüren, was andere sagen wollen

Organisatorisches:

Leitung: Matthias zur Bonsen

Termin: 3.-5.12.2012 (Arbeitszeiten: 1. Tag: 14-19; 2. Tag: 9-18; 3. Tag: 9-16)

Preis (exkl. Hotel):

€ 1.150,– zzgl. 20% MwSt.

Im Seminarpreis enthalten ist die Verpflegung in den Vormittags- und Nachmittagspausen. Die Kosten für die Hauptmahlzeiten und die Unterkunft sind mit dem Hotel direkt zu begleichen.
Unsere Stornobedingungen finden Sie hier

Anmeldung: Ellen Blum oder +43 (0)662 24 32 78

Ort: Heffterhof, Maria-Cebotari-Straße 1-7, 5020 Salzburg. Tel. +43 (0)662/641996-0 · Fax: +43 (0)662/641996-9 office@heffterhof.at www.heffterhof.at

Hintergrundinfos:

Zur Vertiefung:

Zur Person

Dr. Matthias zur Bonsen ist seit 1992 als Unternehmensberater selbstständig und gründete 1999 die Beratergruppe all in one spirit. Sie unterstützt Unternehmen und Organisationen darin, ihr gesamtes Potenzial freizusetzen und auf gemeinsame Ziele auszurichten. Es soll ein kraftvoller Spirit entstehen –  eben „all in one spirit“. Matthias zur Bonsen hat wegweisende Methoden des Arbeitens mit kleinen, mittleren und großen Gruppen in den deutschen Sprachraum gebracht und hier bekannt gemacht. Neben mehr als 30 Fachartikeln hat er vier Bücher veröffentlicht. Zuletzt: Leading with Life. Lebendigkeit in Unternehmen freisetzen und nutzen (Gabler 2009). www.all-in-one-spirit.dewww.leadingwithlife.com

Was ist Dynamic Facilitation? Hintergründe zur Methode

Moderierte Meetings sind normalerweise sorgfältig strukturiert. Der Moderator/die Moderatorin bereitet sich und das Meeting vor und überlegt sich einzelne Schritte. Der erste kann die Problemdefinition sein, der zweite die Ursachenanalyse, der dritte die Generierung von Lösungsalternativen. Möglicherweise gibt es einen Schritt, in dem alternative Lösungen bewertet werden, und auf Basis dieser Bewertung wird dann eine Entscheidung getroffen. Und natürlich wird Schritt 2 erst begonnen, wenn Schritt 1 beendet ist, und so fort. Fast jeder von uns hat das schon mal so erlebt. Interessanterweise ist es genau diese Struktur, die in Meetings echte Kreativität und unerwartete Durchbrüche verhindert. Denn der menschliche Geist funktioniert nicht so, wie die Ablauflogik solcher Meetings es gerne hätte. Stattdessen ist er spontan, hat Impulse, denen er folgen möchte, und ist frustriert, wenn es das nicht kann. Frustriert ist er in strukturierten Meetings oft, denn die Impulse, die zu Schritt 4 passen würden, kommen, wenn gerade Schritt 1 dran ist, und umgekehrt. Unser Denken ist nicht-linear und chaotisch, und unsere Kreativität wird eingeengt, wenn wir einer Struktur folgen sollen. Es ist ganz natürlich, dass wir dann, wenn wir über ein Problem sprechen, auch gleich zur Lösung springen. Umgekehrt kann es uns passieren, dass uns irgendwann im Prozess klar wird, dass das Problem ein Umfassenderes oder sonstwie anderes ist, als wir zu Beginn dachten. Wir brauchen daher ein Meetingformat, in dem die Teilnehmer wirklich in jedem Moment ihrer Energie folgen können.

Für Großgruppen erlaubt dies die Methode Open Space Technology sehr gut. Für Kleingruppen stellt Dynamic Facilitation die alternative und hervorragende Bedingungen zur Verfügung.

Im Zentrum dieser Methode steht ein Prozess, der Choice-Creating / Wahlmöglichkeiten-schaffen genannt wird. Dabei handelt es sich um mehr als traditionelles Brainstorming, denn die Beteiligten werden nicht als rationale Ideengeneratoren, sondern als ganzheitliche, menschliche Wesen betrachtet.

Vier Listen

Der/die Dynamic Facilitation-ModeratorIn führt während des gesamten Prozesses vier Listen. Eine Liste ist mit Problemen überschrieben. Auf dieser Liste sammelt er alle Aussagen, die das Problem beschreiben. Oft sind es Fragen. Die Probleme können generell oder spezifisch sein und gerne auch unlösbar. Immer wenn ein neues Problem genannt wird, wird es aufgeschrieben, und kein vorheriges wird gestrichen.

Eine zweite Liste ist mit Lösungen betitelt. Hier werden alle Lösungen aufgeschrieben, die genannt werden, gleich zu welchem Problem sie passen. Da kommen dann rasch Dutzende von Lösungen zusammen, und das ist alles andere als ein ordentlicher Prozess. Im Gegenteil, die Lösungssammlung erscheint wie ein chaotisches Mix.

Auf ein dritte Liste kommen alle Concerns, was man hier mit Bedenken oder Befürchtungen übersetzen könnte. Immer, wenn jemand etwas gegen eine Lösung sagt oder der/die ModeratorIn eine emotionale Ladung spürt, fragt er/sie: Was ist ihre Befürchtung? Und die wird dann auf diese Liste geschrieben. Der emotionale Anteil wird damit sichtbar aufgenommen, anerkannt und auch von dem sachlichen separiert.

Auf einer vierten Liste, die Informationen betitelt wird, kommen alle anderen Informationen, gleich ob Beobachtungen oder harte Daten, ob wahr oder falsch.

Praktisch alles, was die TeilnehmerInnen sagen, wird vom Moderator/von der Moderatorin auf eine dieser vier Listen aufgeschrieben. Ein Effekt dabei ist, dass die TeilnehmerInnen, sallopp (und auch etwas ungenau) gesprochen, weniger miteinander reden als mit der Wand vor ihnen. Aus Erfahrung wissen wir, dass das Miteinander-reden oft ein Gegeneinander-reden ist. Während der/die eine spricht, sortiert der/die andere schon seine/ihre Gegenargumente. Argument folgt auf Argument und gelernt wird voneinander wenig bis nichts. Wenn Dynamic Facilitation eingesetzt wird, beziehen sich die Beteiligten mehr auf den Kosmos an Informationen, der sich da gerade vor ihnen auf den vier Listen entfaltet. Sie tragen etwas zu diesem Kosmos bei, statt dass sie dem Vorschlag des Kollegen etwas entgegensetzen.

Die zahlreichen Aufzeichnungen auf den vier Listen werden übrigens im Laufe des Prozesses nie mehr einzeln angesehen. Der ganze Prozess ist ein Prozess der Reinigung. Die Beteiligten reinigen sich von Gedanken und Gefühlen, die sie dann auf den Listen finden. Dadurch erst entsteht in ihnen und in der Gruppe ein offener Raum für etwas Neues. Die Lösungen werden später auch nicht den Befürchtungen gegenübergestellt und entsprechend bewertet. Es kommt einfach ein Punkt, an dem die Lösung offensichtlich wird. Es ist ein AHA-Erlebnis. Und dann wissen alle: Das ist es. Es braucht dann keine formelle Entscheidung mehr. Was sollte noch entschieden werden, wenn die Wahrheit so offenkundig im Raum steht. An dieser Stelle besteht die wichtigste Aufgabe des Moderators/der Moderatorin darin, den TeilnehmerInnen zu helfen, dass sie sich über die Lösung so richtig freuen. Eine angenehme Aufgabe. Oder nicht?

Wann und wofür ist Dynamic Facilitation einsetzbar?

Immer dann, wenn es eine Thematik gibt, für die die Beteiligten wirklich Energie haben. Da kann es sich um Fragen der gemeinsamen Zukunft (Vision, Strategie) handeln, um Probleme, die als unlösbar gelten, um Konflikte, um Themen mit einer versteckten Dimension oder um andere Situationen, die einer kreativen Problemlösung bedürfen. Auch für gewöhnliche, wöchentliche Geschäftsleitungs- oder Abteilungsmeetings ist Dynamic Facilitation einsetzbar. Und vor allem dann, wenn Vertrauen und Gemeinschaft wachsen sollen und wenn es die Zustimmung von allen braucht.

Stimmen zu diesem Seminar unter

www.all-in-one-spirit.de/sem/stimmenzudf.htm



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