Entscheidungen treffen von Guido Czeija

Guido CzeijaEntscheiden gilt als die zentrale Führungsaufgabe schlechthin. Entscheidungen bestimmen über den Erfolg der Person, der Abteilung, des ganzen Unternehmens.

Um Entscheidungsprozesse zu verstehen, ist es wichtig, die relevanten Einflüsse zu kennen. Das gilt umso mehr für Entscheidungen von Teams, deren Prozesse ungleich komplexer und schwieriger zu steuern sind.

 

 

Wie Gruppen arbeitsfähig werden
Teamarbeit gilt vielen als das ideale Instrument für komplexe Aufgabenstellungen. Die enorme Arbeitsfähigkeit von Gruppen ist allerdings nicht per se gegeben sondern erst die Folge einer grundlegenden Beziehungssicherheit, die für jede Gruppe erst hergestellt werden muss. Drei grundlegende Fragen sind zu klären, die es der Gruppe ermöglichen, auf ihre verteilte Intelligenz zuzugreifen, sozusagen „gemeinsam laut zu denken“:

Wozu gibt es uns? Eine Gruppe muss sich ihren Existenzgrund erst aneignen. Ein Arbeitsziel von außen vorzugeben genügt hier nicht, die Gruppenmitglieder müssen sich ihr gemeinsames Bild davon zuerst regelrecht ausverhandeln. Im Zuge dessen müssen die Mitglieder akzeptieren, dass sie bei der Erfüllung ihrer Aufgabe wirklich aufeinander angewiesen sind.

Wer gehört dazu? Die Perspektive einer gemeinsamen Zukunft braucht stabile Zugehörigkeiten. Die Frage der Gruppengrenze betrifft Themen der Mitgliedschaft und Integration genauso wie den Umgang mit schweigenden Mitgliedern oder anwesenden Nicht-Mitgliedern.

Wer bin ich hier? Wie kommt jeder einzelne mit seinen persönlichen Interessen in der Gruppe vor? Erste Unterschiede in der Verteilung von Einfluss und Vertrauen zeigen sich, und gleichzeitig müssen alle das Gefühl haben, sie sind nützliche Mitglieder, deren Beiträge erwünscht sind.

Die Bewältigung dieser drei Problemfelder lässt schließlich jenes Zusammenspiel entstehen, das Gruppen so besonders macht. Ein zentrales Element der Steuerung von Teams sind Entscheidungen.

Wissen um Gruppendynamik als Ressource für Entscheidungen
Das Wissen um die zugrunde liegenden Dynamiken in Gruppen, um persönliche Entscheidungsmuster sowie um die möglichen Folgewirkungen kann die Qualität von Entscheidungen deutlich verbessern.

Das Lernsetting der gruppendynamischen Trainingsgruppe ermöglicht es, diesen Prozess zu beobachten und steuern zu lernen. Ob in verantwortlicher Führungsfunktion oder als Mitglied unterschiedlicher Gruppen liefert diese Methode unschätzbare Erkenntnisse, mithilfe derer die Qualität der Zusammenarbeit eines Teams positiv beeinflusst werden kann.

Die reale Hier- und Jetztsituation der Gruppe ermöglicht es, eigene Entscheidungsstile zu entdecken und Dynamiken der Entscheidungsfindung im Sinne einer höheren Problemlösungskompetenz zu erforschen.

Seminarinfo: Gruppendynamisches Seminar – Entscheidungen treffen
Leitung: Mag. Guido Czeija, Dr. Christa Berger, Mag. Herbert Schober und Mag. Isabelle Tissen-Baumgartner
Termin: Montag, 11. Juni (13 Uhr pünktlich) – Samstag, 16. Juni 2012 (13 Uhr)
Ort: Seminarhotel Ammerhauser, 5102 Anthering bei Salzburg



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