Gedankensplitter aus dem KOMUNARIKO-Dialog „Souveränität“

Guido CzeijaSouveränität – ein schillernder Begriff! Historisch kann der Begriff aus der Staatslehre und aus dem Völkerrecht hergeleitet werden, aber hat heute eine viel breitere Bedeutung. Große Einmütigkeit entstand beim Gedanken, dass Souveränität nicht bloß der Eindruck der Fehlerlosigkeit einer Darstellung ist, sondern aus einer Einsicht der Gegenabhängigkeit heraus entsteht, innerhalb derer man sich bewegt. Das zu verstehen macht dich erst frei! Denn souverän wird eine Darbietung erst dann, wenn ihr Gelingen unwahrscheinlich scheint.

Es geht also nicht bloß darum, den Eindruck von „Unbeeindruckbarkeit“ zu vermitteln, sondern darum, sich von Bildern und Ansprüchen zu lösen, indem man sich der gegenseitigen Abhängigkeit oder Verantwortbarkeit bewusst wird. „Gelassenes Sein im Jetzt“ statt „Etwas haben und können müssen“. Statt zu einer Handlung gezwungen zu sein, sich dafür entscheiden zu können. Dies verlangt Reife und Gelassenheit, auch und vor allem im Umgang mit den eigenen Affekten, Ängsten oder Befürchtungen.

Ein zum Weiterdenken anregender Abend…

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