Komunariko-Buchtipp: The Mindful Workplace

Michael Chaskalson, The Mindful Workplace.
Developing Resilient Individuals and Resonant Organizations with MBSR
John Wiley & Sons; 1. Auflage 2011, 206 Seiten

Um das eigentlich so stille Thema Achtsamkeit wird seit geraumer Zeit viel Wirbel gemacht. Ausgehend von Untersuchungen an der Stress Reduction Clinic in Massachusetts in den späten Siebzigern (Jon Kabat-Zinn, Saki Santorelli) ist diese Methode, die 2500 Jahre auf den historischen Buddha zurückgeht, in der Mitte der Gesellschaft und inzwischen auch in einigen großen Unternehmen angekommen. Das Buch von Michael Chaskalson erklärt auf nachvollziehbare Weise warum.

Es spannt einen sehr prägnanten Bogen von den Grundlagen der Achtsamkeit hin zu ihrer Bedeutung im betrieblichen Kontext. Anhand seiner persönlichen Trainingserfahrungen und interessanter wissenschaftlicher Studien beschreibt er, wie sich Achtsamkeitstraining in beruflichen Beziehungen, Führung und Coaching bezahlt machen kann.

Wer mehr an ausführlichen Methodenbeschreibungen interessiert ist, der sei auf andere Bücher wie zum Beispiel jenen von Jon Kabat-Zinn verwiesen. Will man aber verstehen, warum Achtsamkeit und Meditation bei immer mehr Organisationen und den dort beschäftigten Menschen eine höchst heilsame Wirkung entfalten, dann liegt man bei diesem Buch richtig. Alleine aus diesem Grund muss man diesem Buch größten Einfluss wünschen.

Nachdem jedes der elf Kapitel auch noch mit einer gut geschriebenen Übungsanleitung abschließt, gewinnt man einen wirklich guten Einblick in die Grundlagen, die Spielarten und die Wirkung von Achtsamkeits-Training.

Der Autor selbst, Michael Chaskalson, bleibt dabei ziemlich im Hintergrund. Man lernt ihn erst im Laufe des Buches kennen als einen sehr erfahrenen britischen Achtsamkeitstrainer, der viel in betrieblichen Kontexten lehrt. Eine Autorenbeschreibung fehlt. Genauso wenig ist erklärt, für wen das Buch eigentlich geschrieben wurde. Es ist aber übersichtlich strukturiert und anhand der sauber angeführten wissenschaftlichen Zitate auch sehr gründlich fundiert. Man kann spüren, dass die knapp über 200 Seiten eine Menge Erfahrung und gut lesbare Kompetenz enthalten.



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