Glossar



Angemessene Komplexität

Auf Veränderungsvorhaben abgestimmte Vorgangsweise, die zur Organisation passt – von einfach und linear bis vielschichtiges und gleichzeitiges Einbinden von Interessengruppen.




Assessment-Center

Ein Personalauswahlverfahren für Stellenbewerbungen oder ein Zugangsverfahren für Weiterbildungen, in dem mehrere BewerberInnen gleichzeitig anwesend sind. Durch eine Reihe unterschiedlicher herausfordernder Aufgaben werden die Fähigkeiten der Teilnehmenden sichtbar gemacht und von BeobachterInnen (Assessoren) dokumentiert und verglichen bzw. bewertet. Bei dem ein- bis mehrtägigen Verfahren kommen verschiedene Übungen, Tests, Rollenspiele, Fragebögen, Interviews etc. zum Einsatz. Komunariko begleitet Assessment Centers im Auftrag von Unternehmen.




Bottom-up

MitarbeiterInnen werden in Veränderungsprozesse einbezogen unter dem Motto: „Betroffene zu Beteiligten machen“. Siehe auch: Top-down.




Change-Management

Change-Management ist das geplante Gestalten von Veränderung: Von sehr langfristigen strategischen Absichten bis hin zu radikalen Maßnahmen, die dem Überleben des Unternehmens dienen. Dabei wird von Unternehmen auch externe Beratung bei der Gestaltung des Veränderungsprozesses in Anspruch genommen.




Dynamic Facilitation

Dynamic Facilitation ist eine Moderationsmethode, die von Jim Rough bereits in den 80er Jahren in den USA entwickelt wurde. Dabei werden Problemstellungen nicht in einer vorgegebenen Struktur (Moderationsablauf) abgearbeitet. Statt dessen hat der/die ModeratorIn die Aufgabe, einen Raum des Zuhörens und des Vertrauens zu kreieren, in dem kreative Prozesse möglich sind. Die Wortmeldungen werden auf vier Listen dokumentiert: Fragen/Herausforderungen, Lösungen/Ideen, Befürchtungen/Bedenken, Informationen/Sichtweisen. Mit dieser Moderationsform sollen kreative Durchbrüche und unerwartete Lösungen ermöglicht werden.




Diversity-Management

auf deutsch Vielfaltsmanagement wird meist im Sinne von „soziale Vielfalt konstruktiv nutzen“ verwendet. Hierbei wird nicht nur die individuelle Verschiedenheit (engl.: diversity) der Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen toleriert, sondern hebt diese sogar im Sinne einer positiven Wertschätzung besonders hervor. Bei den Unterschieden handelt es sich zum einen um die äußerlich wahrnehmbaren Unterschiede, von denen die wichtigsten Geschlecht, Ethnie, Alter und Behinderung sind und zum anderen subjektive Unterschiede wie die sexuelle Orientierung, Religion und Lebensstil.




360°-Feedback

(auch: 360-Grad-Beurteilung, Multi-Rater-Feedback) ist eine Methode zur Einschätzung der Kompetenzen und Leistungen von Fach- und Führungskräften aus unterschiedlichen Perspektiven wie zum Beispiel aus Sicht der MitarbeiterInnen, der Vorgesetzten, der KollegInnen, Teammitglieder oder Kunden.




Feedback-Schleifen

Persönliche oder Teamentwicklung ist immer auch ein Klärungsprozess. Hier findet Erneuerung statt, indem Personen oder Teams über sich selbst nachdenken. Dieser Reflexionsprozesse wird eingeleitet durch wechselseitiges Feedback, also Rückmeldungen dazu, wie das beobachtete Verhalten erlebt wurde, wie es „ankommt“.




Fließgleichgewicht

Das Verständlichmachen von Gründen für die Veränderung und gleichzeitiges Wertschätzen des bisher Geschaffenen.




Intervision

darunter versteht man einen ein Prozess, indem gleichgestellte KollegInnen ein konkretes Problem betrachten und nach einer für den/die Betroffenen befriedigenden Lösung suchen. EinE KollegIn bringt einen Fall aus der eigenen beruflichen Praxis ein, eine andere Person leitet die Beratung, wieder andere sammeln inhaltliche Lösungsmöglichkeiten. Kreative Methoden helfen den Beteiligten, das Thema aus verschiedensten Perspektiven zu beleuchten.




Kommunikation

Das Wort Kommunikation kommt vom lateinischen Wort “communicare” und bedeutet soviel wie “teilen, mitteilen, teilnehmen lassen; gemeinsam machen, vereinigen”




Konzept-Sparring

Der Bewerbungscoach dient der Führungskraft als SparringpartnerIn bei der Entwicklung des eigenen vorzulegenden Konzepts für die künftige Führungsposition. Er/sie steht als PartnerIn für die Entwicklung der eigenen Vorstellungen zur Verfügung und stellt kritische Fragen, die auch bei der Bewerbung gestellt werden könnten.




Laterales Führen

ist die Leitung von Menschen durch Personen, die keine hierarchische Führungsverantwortung über die zu Führenden haben. (latein.: latus = die
Flanke, die Seite)




Leadership-Development

dt.: Führungskräfte-Entwicklung. Die Begleitung von Führungskräften und Nachwuchsführungskräften zur Stärkung ihrer Führungskompetenz. Dazu gehören Aspekte wie Selbstmanagement, Mitarbeiterführung, Team- und Organisationsführung. Leadership Development meint meist einen längerfristigen Prozess in einer geschlossenen (Lehrgangs-)Gruppe. Dabei kommen unterschiedliche Methoden zum Einsatz: Seminare, Einzelcoaching, Lernen in der Peer Group, Durchführung von Projekten im Unternehmen, Begleitung durch Vorgesetzte etc. Wesentlich ist die Ankoppelung der Ausbildung an die strategische Ausrichtung des Unternehmens.




Management

leitet sich ab von englisch manage, dies von italienisch maneggiare „an der Hand führen“, dies von lat. manus „Hand“




Qualifizierungsverbund

ist ein Netzwerk mehrerer Betriebe, mit dem Ziel, gemeinsam und unter besonderer Berücksichtigung des “Productive Ageing-Ansatzes” Qualifizierungsmaßnahmen für die MitarbeiterInnen zu planen und durchzuführen.




Resilienz

ist die Fähigkeit mit Rückschlägen oder schwierigen Bedingungen gut zurecht zu kommen und sogar an ihnen zu wachsen.




Re-Teaming

Reteaming steht für eine Reihe von Programmen und Tools, wie Organisationen menschenfreundlich und erfolgreich entwickelt werden können. Sie beruhen auf einem lösungsorientierten Konzept von Veränderung, das leicht und schnell erlernt werden kann. Der Ansatz ist „simple but not easy“ (Steve de Shazer). In der Führung, im Coaching und in der Beratung mobilisieren Sie die Ressourcen und richten auf die Zukunft aus. Sie fördern den Teamgeist, lösen Probleme bei der Zusammenarbeit und gewinnen Menschen für die gemeinsame Zielorientierung




Roadmap

ist ein populäres Synonym für eine Strategie oder einen Projektplan. Aus dem Englischen übersetzt bedeutet der Begriff wörtlich Straßenkarte. Der Begriff wird in verschiedensten Forschungs- und Entwicklungsbereichen verwendet, dazu gehören z. B. Produkt-Roadmaps, Technologie-Roadmaps, Forschungs-Roadmaps und Branchen-Roadmaps. Die Roadmap dient dazu, langfristige Projekte in einzelne, leichter zu bewältigende Schritte zu strukturieren, wobei Unsicherheiten und mögliche Szenarien zur Zielerreichung betrachtet werden. Roadmaps werden verwendet, um (langfristig) Lock-in-Situationen und Fehlentscheidungen zu vermeiden.




Sandwich-Position

bringt viele Herausforderungen mit sich. Einerseits müssen Führungskräfte gegenüber Ihren Mitarbeitern Ihrer Führungsrolle gerecht werden und Entscheidungen von oben erläutern. Andererseits müssen sie ihrem eigenen Vorgesetzten die Lösungen Ihres Teams kommunizieren, Erfolge vermelden und die Interessen Ihrer Mitarbeiter vertreten.




Sounding Board

Eine moderierte Veranstaltung, bei der ein repräsentativer Querschnitt an MitarbeiterInnen zu Veränderungen Stellung nimmt, Eindrücke, Bilder, Ängste, Hintergrundinformationen gesammelt und gemeinsam interpretiert werden. Aus dieser Veranstaltung beziehen die Gestalter des Wandels Informationen für nächste Entscheidungen.




Sparring-Partner

(engl. spar with someone „sich mit jemandem auseinandersetzen“) ist eine Form des Trainings, die es in vielen Kampfsportarten gibt. Es handelt sich um ein Kämpfen ähnlich wie im Wettkampf, jedoch mit geänderten Regeln und Vereinbarungen, die Verletzungen weitgehend verhindern sollen. Die Absicht des Sparrings ist, die Fähigkeiten der TeilnehmerInnen zu verbessern.




Systemisches Projektmanagement

Es umfasst die Führungsaufgaben, -organisation, -techniken und -mittel zur erfolgreichen Abwicklung eines Projekts. (DIN 69901). Ein systemisches Verständnis von Projektmanagement versucht zusätzlich folgende Aspekte zu berücksichtigen:

  • Entwicklungssprünge (Entwicklungen verlaufen selten linear) einzubeziehen
  • alle für das Gelingen des Projektes relevanten Beteiligten im Blick zu haben
  • Rückkoppelungsprozesse zwischen Management und allen Projektbeteiligten vorzusehen
  • Markt- und Kundenorientierung (Verhinderung einer Innenorientierung) in den Vordergrund zu stellen



Top-down

Das Management entscheidet über Veränderungsmaßnahmen die umzusetzen sind. Siehe auch: Bottom-up.




Work-Life-Balance

Unter dem Begriff Work-Life-Balance versteht man den Zustand, in dem Arbeit und Privatleben miteinander in Einklang stehen. Die Begriffsbildung Work-Life-Balance stammt aus dem Englischen: Arbeit (work), Leben (life), Gleichgewicht (balance).




Zürcher Ressourcen Modell

Das Zürcher Ressourcen Modell (abgekürzt ZRM) ist eine Selbstmanagement-Methode, die von Maja Storch und Frank Krause auf Basis von neurowissenschaftlichen und motivationspsychologischen Erkenntnissen entwickelt wurde. ZRM arbeitet konsequent ressourcenrientiert und hat zum Ziel, nachhaltige Verhaltensänderung auch in schwierigen Situationen zu ermöglichen.

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