Kommunikation

Konfliktmanagement

Der Ursprung aller Konflikte zwischen mir und meinen Mitmenschen ist, dass ich nicht sage, was ich meine, und dass ich nicht tue, was ich sage.

Martin Buber
Konflikte eskalieren sehr oft aus dem Grund, weil sie überhaupt nicht oder zu spät angesprochen werden. Sei es aus (falscher) Vorsicht, aus einem Kosten-Nutzen Kalkül – lohnt es sich überhaupt, ein konfliktbehaftetes Thema anzuschneiden? Im Vertrauen darauf, dass sich Konflikte über Nacht schon von selbst lösen. Oder einfach weil uns die richtigen Worte dafür fehlen.

Konflikte sind und werden aber immer Teil unseres Lebens sein, weil sie Unterschiede zum Ausdruck bringen. Unterschiede zwischen Menschen, Meinungen, Gefühlen, Interessen und Zielen.

Diese Unterschiede gilt es zu managen, täglich neu auszuhandeln; sie nicht zu verstärken sondern synergetisch zu nutzen. Einen Interessensausgleich zu schaffen. Statt um A oder B zu streiten, ein sowohl-als auch, also C oder D zu kreieren.

Wie wir „handeln“, wird grundsätzlich stärker wahrgenommen als wenn wir was sagen. Konfliktmanagement heißt wörtlich den Konflikt „in die Hand“ nehmen. Verantwortung übernehmen statt nach Schuld und Schuldigen zu suchen.

Auch Konfliktlösungen ergeben sich erst durch veränderte Handlungsweisen. Ein Mensch, der in Krisensituationen Präsenz zeigt und Kontakt hält statt auf jede Frage eine (vermeintliche) Antwort zu haben oder zu geben trägt zur Konfliktbewältigung bei. Auch die Veränderung struktureller Bedingungen kann helfen, den Zündstoff aus Konflikten herauszunehmen. Oder auch die Zusage aneinander: Etwas (nicht) mehr zu tun.

Die Trainings in Konfliktmanagement:

In unseren Trainings lösen wir uns vom eng gefassten Begriff Konflikt und stellen unter anderem diese Fragen:

  • Auf welchen Klärungsbedarf verweist der Konflikt?
  • Welche Interessen liegen hinter den jeweiligen Standpunkten?
  • Wie können „sowohl-als auch-Lösungen“ initiiert werden?

Respektvolle Konfrontation ist eine der wichtigsten Fähigkeiten für Konfliktkompetenz in beruflichen Situationen und klingt zunächst einfacher als es in der Praxis anzuwenden ist. Der Begriff beinhaltet eine Haltung gleichermaßen wie eine Kommunikationstechnik.
Diese Herangehensweise ist sowohl für die Prävention von Konflikten geeignet als auch für die Bearbeitung laufender Konflikte und zur Deeskalation. Unabhängig von hierarchischen Ebenen, ob top-down oder bottom-up.

Wie läuft ein Training ab:

Wir üben und trainieren den konstruktiven Umgang mit Konflikten ebenso wie die Auseinandersetzung und die Konfrontation.
Training in Konfliktmanagement heißt auch, die Grammatik von Konflikten erfassen zu lernen:

  • Was von wem als Konfliktthema identifiziert wird
  • Wer überhaupt als KonfliktpartnerIn in Frage kommt
  • Wie Konflikte ausgetragen werden.

Wir schaffen in unseren Konflikttrainings eine Atmosphäre des Lernens, die Neugier und Interesse weckt, statt Ängste und Ohnmacht zu erzeugen. Wir verknüpfen persönliches Lernen realistisch mit den jeweiligen Anforderungen der Unternehmen.
Wichtig ist uns dabei, wenn die TeilnehmerInnen zur Erkenntnis gelangen, was sie persönlich bewirken können, was sie anstoßen können, aber auch zu sehen und anzunehmen, was nicht veränderbar ist und wie es leichter zu akzeptieren ist. Dann kann die Lösung bedeuten = Loslösung vom Konflikt.

Worauf Sie sich als TeilnehmerIn einlassen sollten

  • Persönliche Konfliktmuster überprüfen: womit bin ich erfolgreich, was blockiert bzw. was löst Konflikte in welchen Situationen und bei welchen Personen?
  • Konfliktfelder benennen und aus der Helikopterperspektive neu oder anders betrachten
  • Fokus auf eigene und fremde Ressourcen und Potenziale richten
  • Üben
  • Feedback geben und annehmen
  • Lösungen von gestern als die möglichen Probleme von heute betrachten
  • Erkunden und erfragen


Methoden von Komunariko:

  • Sprache schafft Wirklichkeit – wie formulieren wir unser Unbehagen, unsere Wünsche und Forderungen mit einer nützlichen und zielgerichteten Wortwahl.
  • Gewaltfreie Kommunikation achtet auf die Unterscheidung von Wahrnehmung, Gefühle, Bedürfnisse und dem, was der/die andere konkret tun soll.
  • Mediation als ein Konfliktregelungsverfahren, das win-win-Lösungen anstrebt
  • Videofeedback ermöglicht, Alternativen leichter zu erarbeiten, mehr zu sehen, effektiver zu üben. Was passt zu mir, zu meiner Individualität? Wodurch und wie kann ich authentisch bleiben?
  • Systemische Blickwinkel richten die Aufmerksamkeit auf die Wechselwirkungsprozesse im Konflikt und das Konfliktumfeld
  • Reflexionen zur Person lassen uns als einzigartigen Menschen begreifen, unsere individuellen Konflikterfahrungen, Wahrnehmungen, Haltungen, Werte, Ängste, Ressourcen und Potenziale.


Für wen sind die Trainings geeignet?

Menschen (in Unternehmen), die

  • Konflikten vorbeugen möchten
  • Konflikte haben
  • in Konfliktsituationen sich ihrer Rolle bewusster werden möchten z.B. Streitparteien, SchlichterInnen, BeraterInnen, Eskalierer und Deeskalierer…


Ablauf

Da gerade das Thema Konflikte einen behutsamen und individuellen Umgang erfordert, erstellen wir auf Basis eines Erstgesprächs mit Ihnen einen konkreten Vorschlag zum Ablauf eines Konflikttrainings – angepasst an Ihre Anforderungen und Bedürfnisse.

KOMUNARIKO
Gesellschaft für persönliche und berufliche Fortbildung,
Organisationsberatung und Unternehmensberatung

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