„Werden wir zu Tode informiert?“

In unterhaltsamer und wissenschaftlich fundierter Form eröffnete ao.Univ.Prof. Dr. Rudi Renger den KOMUNARIKO-Dialog zum Thema „Werden wir zu Tode informiert? Strategien gegen den Wissenswahn“. Hier finden Sie den Impuls zum Nachlesen und Downloaden.

Zur Einstimmung

Der Wunsch nach „schneller“ und „mehr“ …
Als eine Kollegin und ich im letzten Herbst eine eintägige Schreibwerkstatt mit dem Titel „Schneller lesen, mehr erfassen, leichter schreiben“ für die Salzburger Ärztekammer durch-führten, fragten wir zu Beginn das Dutzend teilnehmende MedizinerInnen nach ihren Erwar-tungen bzw. Bedürfnissen. Rund die Hälfte der anwesenden verwiesen auf Stapel von bisher ungelesenen Fachzeitschriften auf ihren Schreibtischen und am Boden auf Stöße von For-schungsberichten, die darauf warten würden durchgearbeitet zu werden. Wir dachten: „Nun gut, aber ihr seid ja alle gekommen, um letztendlich in den wissenschaftlichen Schreibfluss zu kommen …“.
Nach und nach wurde uns aber klar, dass diese Gruppe von älteren Chirurgen, Psychiaterin, Anästhesist und jüngeren TurnusärztInnen und AllgemeinmedizinerInnen es todernst gemeint hatte. Sie suchten in erster Linie nach Techniken, ihren aufgestauten Lesestoff an Fachliteratur so rasch wie möglich effizient abbauen und sich aneignen zu können. Bezeich-nenderweise hatte bei diesem Workshop dann eine relativ simple Übung zum sog. „Speed reading“ bei den TeilnehmerInnen den größten Erfolg … Der Wunsch nach „schneller“ und damit „mehr“ stand hier eindeutig im Vordergrund. [Weiterlesen…]



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