Agile Tools für stabile Organisationen

….mit Leichtigkeit Wirkung erzielen!

Immer schneller, höher, weiter, mehr. In der Arbeitswelt wächst bei Führungskräften wie Mitarbeiter*innen mit den Herausforderungen auch der Bedarf an Handwerkszeug, das eine neue Wendigkeit ermöglicht. Es gilt, in ständig sich wandelnden, hoch komplexen Umfeldern rasch entscheiden und handeln zu können. Zugleich wollen Stakeholder eingebunden und Kundenbedarfe berücksichtigt sein.

Frisch gegründete, kleine Start-up Unternehmen setzen mit diesem Gedanken modernste Organisationsformate um und berichten von wunderbaren Erfolgen und außerordentlich produktiven Arbeitskulturen. Doch wie ist das aus Sicht einer traditionell verfassten Organisation zu verstehen, die nicht unbedingt eine umfassende Transformation anstrebt? Was können etablierte Unternehmen mit klassisch Hierarchie-geprägter Grundhaltung von diesem Handwerkszeug lernen? Passen diese beiden Welten überhaupt zusammen?

Wir haben uns in einigen Organisationen umgeschaut und sind überzeugt, davon, dass das gelingen kann. Jedoch mit einer Vorsicht. Doch alles der Reihe nach.

Agil arbeiten in einer „New Work“

Viele sprechen darüber, viele behaupten es zu sein: agil. Was darunter verstanden wird, ist mannigfaltig: Gemeint wird u.a. Kundenorientierung, Reaktionsstärke, Selbstorganisation oder Partizipation.

Stark zusammengefasst ist „Agilität“ aus folgender Absicht entstanden, nämlich:
… um ein rascheres Entscheiden und Handeln in komplexen Umfeldern zu ermöglichen.
… um anpassungsfähiger und dynamischer auf Veränderung zu reagieren.
… um nah am Kunden bedarfsorientiert zu arbeiten.

Voraussetzung hierfür ist eine Haltung zu entwickeln, die als agile Haltung bezeichnet werden kann, die obenstehende Praktiken unterstützt. Dazu werden Zugänge (Mindset), Strukturen (Netzwerke), Arbeitsformen (crossfunktional) und Methoden (z.B. Sprints, Kanban, Team-Reviews) entwickelt. Aus traditionellem planvollem und hierarchischem Agieren wird ein Schritt für Schritt-Vorgehen (= Iterationen) in kleinen, brauchbaren Ergebnissen (Inkrementen).
Hierarchien verlieren an Bedeutung, Selbstorganisation hingegen wird zentral. Kommunikation und die Bereitschaft zu Entwicklung und Veränderung wesentlich.

„New Work“ nutzt agile Arbeitsmethoden um ein Arbeitsumfeld beschreiben, das dem strukturellen Wandel der Arbeitswelt gerecht wird. Freiraum für kreatives, digitales, disloziertes aber jedenfalls kooperatives Arbeiten soll geschaffen werden. Mitarbeiter*innen (vor allem gut ausgebildete Experten der jungen Generationen) sollen so gefunden und gehalten werden und Produktivität und Innovationskraft gesteigert werden.

Agile for Classic“ – die Quadradur des Kreises?

Aus New Work und Agilität gibt es durchaus spannende Zugänge und Methoden, um kundenorientierter und anpassungsfähiger zu werden. Diese Zugänge versprechen grundsätzlich auch für bestehende und hierarchisch gewachsene Organisationen eine Menge Vorteile. Aber eine derart radikale Kulturveränderung, wie das Prinzip der Agilität in Vollausbaustufe verlangt, ist in vielen Organisationen nicht so ohne weiteres vorstellbar. Oder es wird ein solches Vorgehen von den Eigentümer*innen oder verantwortlichen Führungskräften schlicht nicht unterstützt. Zu hoch ist die Schwelle, sich dieser Richtung zu verschreiben, denn die meisten Konzepte von agilen Frameworks präsentieren sich als „all-in“ – also: entweder alle Strukturen und vor allem das Mind-Set umstellen, oder eben gar nicht agil.

Was liegt also näher, als das Gute von beiden Welten zu nutzen? Aus einem Entweder-Oder ein Sowohl-als-Auch zu machen! Wir haben einige Organisationen und Publikationen studiert und können mit Zuversicht berichten: Agile Methoden eignen sich auch für „klassischen“ Organisationen. Es gilt zu überlegen, in welcher Form und in welchem Umfang bzw. an welcher Stelle sie passend erscheinen. Einen guten Einstieg findet man etwa mit folgenden Themenbereichen:

  • Meetingstrukturen und -abläufe für passende Adressierung und partizipative Bearbeitung von operativen und strukturellen Themen
  • Sprintlogiken, Kanban oder Elemente aus Design Thinking für Entwicklungsprojekte
  • Entscheidungsprozesse und -werkzeuge für optimales Entscheiden
  • Verantwortlichkeiten und Rollen definieren für Klarheit in der Zusammenarbeit
  • Spannungsbasierte Kommunikation für Reaktionsstärke

Gut zu beachten sind dabei Prozesse und Kooperationen, die „übergreifend“ angelegt sind, damit den beiden Logiken und ihren Unterschieden genug Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Wir gehen mit Ihnen gerne auf Entdeckungsreise oder unterstützen Ihre Organisation für die praktische Anwendung agiler Zugänge.