Moderation

moderat moderieren

Viele gute Ideen scheitern, weil irgend jemand, der hätte gefragt werden sollen, nicht gefragt wurde.

Cyril Northcote Parkinson (1909-93), brit. Historiker u. Publizist

Was versteht man unter Moderation?

Zu moderieren bedeutet für uns, eine Gruppe auf dem Weg zu einem Ergebnis zu begleiten, d.h. den Prozess so zu strukturieren, dass sich möglichst alle daran beteiligen können und ihr Wissen, ihr Know-how und ihre Ideen einbringen können.

    Dabei ist zu unterscheiden:

  • die klassische Moderation und
  • die Sitzungsleitung.

Bei einer klassischen Moderation, nimmt sich der Moderator, die Moderatorin inhaltlich gänzlich heraus und unterstützt die Gruppe „nur“ dabei, ein Ergebnis zu produzieren. Hier ist die Moderation für den Prozess verantwortlich und setzt unterschiedliche kreative Methoden ein, um den Teilnehmern, den Teilnehmerinnen ein Höchstmaß an Beteiligung zu bieten und eine möglichst hohe Zustimmung zum erarbeiteten Ergebnis zu erreichen. Durch die Neutralität und Allparteilichkeit des Moderators/der Moderatorin (“die Sicht von außen”) ist es für die Beteiligten leichter, die Prozess-Steuerung aus der Hand zu geben und sich voll auf den Inhalt zu konzentrieren. Moderatoren/Moderatorinnen können entweder Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen anderer Abteilungen aus dem eigenen Unternehmen sein oder externe Berater/Beraterinnen.

In der Sitzungsleitung, bei der man Elemente aus der Moderationstechnik in die Gestaltung von Besprechungen übernommen hat, geht es auch darum, gemeinsam Ergebnisse zu produzieren. Dabei leitet in der Regel die Führungskraft die Besprechung, ist also in Bezug auf das Ergebnis nicht neutral, sondern bringt sich selbst mit Vorgaben, Ideen und Vorschlägen ein. Hier ist besonders viel Klarheit von Seiten der Führungskraft nötig, in welcher Rolle sie gerade agiert.

Bei einer Sitzung muss die Führungskraft in der Vorbereitung festlegen, was sie bei den verschiedenen Tagesordnungspunkten erreichen möchte:

  • Geht es um Informationsweitergabe an die Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen?
  • Geht es um eine Diskussion aller Anwesenden zu einem bestimmten Thema?
  • Oder geht es darum, gemeinsam eine Entscheidung zu treffen?

Wenn es um eine Entscheidung geht, muss für die Beteiligten der Spielraum klar definiert sein:

Leitung hat (innerlich) entschieden… Leitung wird entscheiden… Leitung entscheidet aufgrund eines gemeinsamen Entscheidungsprozesses… Leitung übergibt die Entscheidung der Gruppe und regelt Rahmenbedingungen…
… und die Gruppe wird informiert … und will sich vorher von der Gruppe Informationen holen: Erfahrungen hören, Meinungsbild erheben … indem die Gruppe mitarbeitet bei der gemeinsamen Analyse der Situation, durch Diskussion der Standpunkte, durch gemeinsame Ideensammlung, durch Abwägen von Vor- und Nachteilen verschiedener Entscheidungsvarianten … die Gruppe erarbeitet die wesentlichen Ergebnisse: Analyse, Soll-Entwürfe, Entscheidungskriterien, Umsetzungspläne, Konsequenzen für andere
Kein Gesprächsprozess nötig, daher auch keine Moderation Minimale Moderation: Info geben, Frage stellen, keine Diskussion Moderation nötig: Moderiert die Leitung selbst, ist wichtig zu markieren, sobald sie die Funktion wechselt und mitdiskutieren will. Moderation durch die Leitung nahe liegend.

(Quelle: Lange/Fasching: sozial managen 2005)

Wenn es in der Besprechung darum geht, gemeinsam Ergebnisse zu erarbeiten, um entweder eine Entscheidung für den Leiter, die Leiterin aufzubereiten oder gemeinsam selbst zu entscheiden, ist Moderation wie oben beschrieben, notwendig.

Der klassische Moderationszyklus umfasst 6 Schritte:

6 Schritte bei der Moderation

(Quelle: Josef W. Seifert, Visualisieren, Präsentieren, Moderieren.)

Für eine Besprechung heißt das konkret:

Moderationsschritt Besprechungsphase
Einstieg

  • Begrüßung
  • Vorstellung
  • Erwartungen
  • Methodik/Protokoll
  • Thema
Eröffnung

  • Begrüßung
  • Anlass
  • Protokoll
  • Methodik
  • Thema
Themen sammeln Tagesordnungspunkte abstimmen
Thema auswählen Prioritäten setzen
Thema bearbeiten Info-Sammlung


Alternativen entwickeln


Entscheidung

Maßnahmen planen Aktionsplanung
Abschluss

  • Rückblick
  • Verabschiedung
Abschluss

  • Protokoll abstimmen
  • Verabschiedung


Für wen ist ein Moderationstraining wichtig?

  • Führungskräfte, die selbst moderieren und/oder Besprechungen leiten
  • Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen, die als interne Moderatoren, Moderatorinnen eingesetzt werden


Inhalte des Seminars


Schwerpunkt Moderation:

  • Moderationsauftrag im Vorfeld klären
  • Moderationstechniken kennenlernen und einüben
  • Balance zwischen Führung und Eigenständigkeit der Gruppe herstellen
  • Methoden kennenlernen, Gruppen zu aktivieren und ihre Ressourcen zu nützen


Schwerpunkt Besprechungen:

  • Besprechungen gezielt vorbereiten (z.B. Tagesordnung)
  • die Leitung von Diskussionen einüben
  • Umgang mit der möglichen Doppelrolle als Leiter/Leiterin und Moderator/Moderatorin reflektieren
  • Methoden der Strukturierung kennen lernen
  • Lösungs- und zielorientierentiertes Vorgehen
  • Umgang mit „Zwickmühlen“, „Widerstand“, „Störungen“…


Wie können Sie profitieren?

  • Sicherheit als Moderator/Moderatorin bzw. Sitzungsleiter/Sitzungsleiterin gewinnen
  • Techniken zur Strukturierung und zur Prozess-Steuerung einer Besprechung bzw. eines Workshops kennen lernen und einüben
  • Methoden zur Aktivierung, Lösungs- und Ergebnisorientierung von Gruppen kennenlernen
  • Reflexion der eigenen Rolle und des Auftrags


Unsere Methoden bei der Moderation:

  • Kurze Theorie-Inputs
  • Praxis-Übungen (tlw. mit Video-Feedback)
  • Rollenspiele, z.B. zur Diskussionsleitung
  • Feedback von Teilnehmenden und Trainer/Trainerin
  • Praxistransfer


Ablauf einer Moderation:

bis 2-tägiges Seminar (je nach Gruppengröße und Lernanforderungen)

Ihre Vorteile

  • hohe Praxisorientierung durch die Arbeit an Ihren individuellen Fallbeispielen
  • Kompakte Vermittlung von Wissen und Know-how für den Arbeitsalltag
  • Werkzeuge zur Moderation und Sitzungsleitung selbst ausprobieren und einüben
  • Anpassung des Seminardesigns an Ihren konkreten Bedarf im Unternehmen

KOMUNARIKO KG

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